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Interview mit Markus Gerling, seit Sommer Schulleiter

2021 09 09 GERxInterview mit Markus Gerling, seit Sommer Schulleiter der Oberschule mit gymnasialem Angebot Bissendorf

Wo sind Sie geboren und aufgewachsen, und wo leben Sie heute?
Geboren wurde in der Stadt Nordhorn, das liegt in der Grafschaft Bentheim. Die Grenzstadt steht stark im Dialog mit den benachbarten Gemeinden des Königreiches der Niederlande. Noch vor dem EU-Schengen-Abkommen war hier der „kleine Grenzverkehr“ gelebte Praxis. Das Fahrrad gehört als beliebtes Verkehrsmittel in diese Region. Nach dem Besuch von Grund-, Haupt- und Realschule vor Ort wechselte ich an ein von Franziskaner Padres geleitetes privates Gymnasium. In der katholischen Kirchengemeinde war ich schon früh aktiv. Heute lebe und wohne ich in der Friedensstadt Osnabrück und engagiere mich hier in der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde und über Vereine in anderen sozialen Projekten.

Wie sind Sie Lehrer und Schulleiter geworden?
Die Erfahrung während meiner Jugend und meine Schulzeit trugen sicherlich dazu bei, das Studium der Religionspädagogik in Osnabrück aufzunehmen. Geografie und Geschichte sind meine weiteren Studienfächer. Die nächste Station war eine Schule in Lingen/Ems, ihr folgten langjährige Tätigkeiten in Bonn und Georgsmarienhütte. Allesamt spannende Schulen mit je eigenen pädagogischen Konzepten. Die Arbeit als Lernbegleiter für die Lernenden liegt mir am Herzen. Jede*r von uns hat Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es gemeinsam zu entdecken, zu fördern und zu entwickeln gilt. Jungen und Mädchen zeigen über die Jahre dabei große Potentiale. Positive Überraschungen sind dabei die Regel und nicht die Ausnahme. In Gesprächen mit ehemaligen Lernenden erfahre ich, dass für sie die Schulzeit eine prägende Zeit in ihrem Leben war. Damit vielen eine gewinnbringend erfahrende Schulzeit ermöglicht werden kann, wurde ich ab 2012 Schulleiter der Möser Realschule in Osnabrück, der ältesten Bürgerschule der Stadt. Im Jahr 2020 feierten wir – Corona bedingt reduziert – den 300-jährigen Geburtstag des Namensgebers. Als Schulleiter hat man die Möglichkeit an den Gelingensbedingungen guten Lernens für Lernende mitzugestalten. Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Neben der Tätigkeit als Schulleiter arbeite ich noch als Trainer für das Land Niedersachsen und begleite neu ernannte Schulleiter*innen in den ersten Jahren auf ihrem Weg.

Was ist Ihre Verbindung zu Bissendorf?
In der hiesigen Sozialstation hat meine Tante vor vielen Jahren gearbeitet und meine Schwester hat hier im Ort ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) geleistet. So bin ich schon früh immer wieder nach Bissendorf gekommen. Die Gemeinde Bissendorf mit ihren Ortsteilen und Bauernschaften, dem Handel und den Betrieben bietet der Oberschule mit den drei Grundschulen vielfältige Voraussetzungen für ihre Arbeiten. Die Oberschule Bissendorf mit Gymnasium ist der Ort in der alle Bissendorfer das Lernangebot und -umfeld finden, mit dem sie bestmöglich auf ihr weiteres Aus- und Studienziel vorbereitet werden. Sie ist eine Schule der kurzen Wege. Ein Ort der Chancengerechtigkeit und individuellen Lernbegleitung. In der Oberschule Bissendorf mit Gymnasium spiegelt sich gleichsam die Gemeinde Bissendorf mit ihrer Vielfältigkeit wider. Gleichsam ein Mikrokosmos. Hier zu arbeiten und die Entwicklung der Schule weiter zu begleiten, ist für mich eine spannende Perspektive auf die ich mich freue.

Wenn Sie an Bissendorf denken, was fühlen oder denken Sie?
Ich habe in den letzten Wochen Bissendorf mit dem Fahrrad erkundet und mannigfaltig Besonderheiten kennengelernt. Zum einen ist da die landschaftliche Lage zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge. Das Waldbad Schledehausen ist als Osnabrücker schon etwas Besonderes. Als Lernbegleiter für Geschichte und Geografie kamen beim Anblick der reizvollen Burgen bzw. Herrensitzen und des Großsteingrabs im Gemeindeteil Jeggen gleich konkrete Ideen zur Umsetzung in der Schule auf.

Was sind Ihre Zukunftspläne?
Nach der langen Zeit des Distanzlernens in verschiedenen Szenarien steht als erstes die Analyse an, was jeder Lernende braucht, um sein Schulziel zu erreichen. In der Schule arbeiten wir mit Kompetenzen. Diese gilt es gezielt zu fördern. Das ist eine Herausforderung für alle Lernbegleiter*innen. Dem Kollegium die notwendige Unterstützung zu geben und ihnen den Rücken freizuhalten ist für das Schuljahr von zentraler Bedeutung.
Die in der Vergangenheit gewonnenen Erfahrungen des „digitalen“ Lernens gilt es mittelfristig in ein Lernarrangement dauerhaft zu festigen. Dabei ist nicht nur das Lernen mit einem PC oder Tablet gemeint, sondern die große Bandbreite der Chancen die den digitalen Plattformen beim selbstständige Lernen zukommt. Hierzu müssen Lernende und ihrer Lernbegleiter ihre jeweiligen Kompetenzen weiterentwickeln und verinnerlichen.
Als Vision steht die Frage im Raum, welche Anfordernden stehen wir in Zukunft gegenüber und wie wird Lernen zukünftig aussehen. Das hat Auswirkung auf die Schule und die Menschen die in ihr leben und arbeiten. Hier gilt es alle Beteiligten mitzunehmen - Eltern, Erziehungsberechtigte, Lernende und ihre Lernbegleiter, Politik, Handel und Betriebe. Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit sind hier meine Leitgedanken.

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